Unser Ritt über die Teufelsmauer

Der heutige Beitrag ist nicht von mir geschrieben, sondern von meinen guten Freund und „Mitläufer“ Andreas J. Er fand genau die richtigen Worte zu unseren Ausflug.

Andreas, Du hast das Wort.

Brückentag nach Himmelfahrt – da liegt eine Laufrunde nahe. Bei Micha sah es ähnlich aus und er hatte die Idee an der Teufelsmauer zu laufen. Ein Track war schnell gefunden und so trafen wir uns kurz vor sieben am Parkplatz zur Burg Regenstein. Voller Vorfreude ging es den Berg hinauf um festzustellen dass das Burgtor um diese Zeit noch zu ist. OK, also ein kurzer Schnappschuss und dann hinauf zum Burggraben. Ich gebe zu, da wurden Kindheitserinnerungen wach und Micha hat sie sich tapfer angehört.
Einige Fotosessions und erste Klettereinlagen später versperrte uns auch schon der Kasernenzaun den Weg. Hier gab es dann einen schönen Downhilltrail zur Sandhutsche. Dort folgte wieder die bald übliche Fotosession und weiter ging es durch den Heers. Es war einfach nur schönes Laufen durch Kiefernwald und über weichen Waldboden angesagt. An Jogys Wald-Kneipe verließen wir den selbigen, liefen am Kasernentor vorbei und bewegten uns Richtung Blankenburg.
Dort passierten wir den Kleingartenverein „Am Bergeshang“, die Mühlenstraße und die Lindestraße – alle drei mit intensiven Kindheitserinnerungen verbunden. Micha hat die ollen Geschichten dazu tapfer ertragen – denke ich 😉
Also ging es hinauf zur „Großmutter“ – dem offiziellen Start der Teufelsmauer. Eigentlich dürfte man den Regenstein ja dazu zählen aber den hatten wir ja auch schon weg.
Die „Großmutter“ ließen wir rechts liegen und steuerten direkt auf den „Großvater“ zu. Natürlich kletterten wir nach oben und genossen den morgendlichen Blick auf Blankenburg und Umgebung.
Nach dem Abstieg vom „Großvater“ ging es selbstverständlich *nicht* über den Touriweg sondern immer schön auf dem Kamm entlang. OK, die Kilometerzeit kann man nicht wirklich vorzeigen – aber darum ging es ja auch nicht. Auch einen kleinen Abstecher im „Fuchsbau“ konnten wir uns nicht verkneifen. Irgendwann spuckte uns der Trail dann am „Hamburger Wappen“ wieder aus und damit war der offizielle Teil der Teufelsmauer auch schon mal vorbei – gut 11km in zwei Stunden sprechen für eine dynamische Performance 😃
Wieder halbwegs normal laufend durchquerten wir Timmrode und liefen auf einem mir unbekanntem aber wunderschönen Trail Richtung Thale. Überall blühte und grünte es und selbst die Rapsfelder verheißen irgendwie Frühling. Kurz vor Thale bogen wir Richtung Beneckenrode auf den wohl bekannten E11 zurück Richtung Blankenburg. Die Strecke war nun unspektakulär aber immer noch schön. Das frische Grün der hier dominierenden Buchen hat schon was.
Kurz hinter Wienrode querten wir die B81 und näherten uns nun langsam wieder Blankenburg. Ein bisschen war unser Zeitplan aus dem Ruder gelaufen und so ließen wir Sägemühlen- und Silberhüttenteich links liegen. Die von mir vorgeschlagene Abkürzung wurde mit nassen Füßen am Ablauf der beiden Teiche belohnt – eigentlich logisch.
Trotzdem waren wir dann zügig am Schloss wo wir nun schon zum zweiten Mal an diesem Tage ein verschlossenes Tor vorfanden. Egal, das Highlight ist sowieso der Schlossgarten und der durfte nun heute wirklich nicht fehlen.
Auch nicht fehlen durfte „Bäcker Paul“ – zwar heute ohne Schokoladenkuchen (kostet sowieso keine 40Pf mehr wie noch in den 70ern) aber dafür mit (richtig!) gefüllten Berlinern. Zum verspeisen der selbigen genehmigten wir uns eine weitere Pause am Brunnen im Thie. Das Wasser war dann auch hilfreich die Hände von der verkleckerten Marmelade zu befreien.
Irgendwann war alles aufgefuttert und vorbei ging es unter anderem an meiner alten Schule wieder Richtung Regenstein.
Nach fast fünf Stunden war das kleine Abenteuer dann auch schon zu Ende und Micha war vermutlich froh sich keine weiteren alten Geschichten anhören zu müssen. Auf die noch nicht erzählten darf er sich zum Mauerweglauf freuen – da werden es auch mehr als fünf Stunden. Ich freue mich schon drauf.
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