KILL50 – 2012

Kill Schriftzug

KillSchädel

Bei (zum Leidwesen des Veranstalters) besten Laufwetter schickte Racedirector Michael Neumann uns gestern um 17 Uhr auf die Strecke der 50 Meilen, bzw. 80 km langen Strecke durch die heimischen Wälder. Vorher gab es noch ein kurzes Briefing wo alles gesagt wurde was es zu sagen gab, dann aber los …..

Ein recht großes Läuferfeld bewegte sich Lampenfunkelnd durch die heranbrechende Nacht.  Zunächst lief ich mit einigen Freunden die ersten Kilometer, aber irgendwie fand ich noch nicht mein Tempo, ich setzte mich dann nach vorne hin ab, überholte einige und war der Ansicht das noch eine größere Truppe vor mir sein müßte. Am Serpentinentrail zum Hildesheimer Aussichtsturm kam mir dann plötzlich Matthias und Georg engegen, die beiden Top-Favoriten. Sie hatten sich wohl ein wenig verlaufen und so fand ich mich plötzlich in der Führungstruppe wieder…upps. Die beiden schlugen aber so ein hohes Tempo an, da hatte ich keine Chance dran zu bleiben. Ich lief sowieso schon am Limit und das bei den ersten Kilometern, das war nicht gut. Also war ich bereits nach wenigen Kilometern wieder alleine unterwegs, und das sollte auch bis

ca. Kilometer 35 so bleiben. Irgendwo in den tiefen des Hildesheimer Waldes mußte man vom Hainholzberg über einen kleinen Bach in den Eggeberg kommen (so bei KM 17). Über diesen Bach gab es eine kleine Brücke, ich kenn die Stelle, aber nur bei Tag und meist komme ich dann aus einer anderen Richtung. Ich lief auf und ab und fand einfach ncht die Brücke. Schließlich sah ich einen Markierungspunkt an einen Baum und dachte ich hab die besagte Stelle gefunden, aber Pustekuchen… die Markierung war irgendwo 4 meter hoch im Baum und definitiv nicht von Michael. Egal, also querfeldein, über den Bach gesprungen, Böschung hoch geklettert und weiter.

Bei der ersten Verpflegung in Eberholzen (KM 25, glaube ich) pausierte ich nur kurz, trank etwas, und lief weiter. Der Weg zur “Hohen Tafel” war schon recht beschwerlich, aber viel anstrengender war der Weg wieder herunter. Das setzte der Muskulatur doch arg zu. Bei KM 35 ungefähr bekam ich dann Besuch, wir liefen ein Stückchen zusammen, aber auch seine Geschwindigkeit konnte ich nicht halten. So rutschte ich auf Rang 4, aber die Nacht war ja noch jung und es konnte noch viel passieren Zwinkerndes Smiley

Nach ca. 5:30 Stunden (wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht) erreichte ich zum zweiten und letzten mal die Verpflegungsstation in Eberholzen mit nun gut 47 KM in den Beinen. Diesmal ließ ich mir ein wenig Zeit, trank viel, wechselte Batterien und stellte meinen Trinkrucksack auf Wasser um. Ich fror ein wenig und zog mir trockene Klamotten an und noch einen zusätzlichen Fließpullover (den ich aber bereits in Sibbesse am Sportplatz verstecken mußte da ich sonst des Hitzetodes gestorben wäre).

Weiter ging es nun durch mein heimisches Laufrevier das ich gut kenne. Hinter mir sah ich immer mal wieder die Lichter der anderen Teilnehmer und ich rechnete eigentlich ständig damit das ich plötzlich überholt werde. Aber “erst” beim Aufstieg zum Tosmartrail (gehend) überholten mich Mario und sein Freund- rutsch auf Platz 6. Aber das war mir egal, wichtig für mich war das ich unter 10 Stunden kommen wollte. Also immer weiter und weiter …. und so war es dann auch: nach 09 Stunden und 51 Minuten trudelte ich im Ziel ein.

Danke an Michael und Susanne und all die Helfer die uns wieder dieses schöne Läuferwochenende beschert haben. Ganz großes Kino Smiley

Kill50 - Urkunde 2012a

Dieser Beitrag wurde unter Index, Laufberichte, Veranstaltungen, Wettkämpfe abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu KILL50 – 2012

  1. Suedkreislaeufer sagt:

    … ach: Matthias Schramm gewann in unglaublichen 07:38 Std und stellte somit einen neuen Streckenrekord auf. Wahnsinn der Bengel. Aber auch der zweit Platzierte Georg Kunzfeld mit 07:42 Std leistete unglaubliches…. es war mir eine Ehre 🙂

Kommentar verfassen