Local Runner: Ingmar Koch

  • Name: Ingmar Koch
  • Jahrgang: 1972
  • Ort: Peine
  • Beruf: Technischer Redakteur

 

Wie bist Du zum laufen gekommen?

Im Grunde genommen bin ich schon immer mehr oder weniger gelaufen. Den Grundstein hat wohl mein Vater gelegt, der hat uns als Kinder immer mit zum „Waldlauf“ (ja so hieß das damals noch) genommen und wir sind entweder auch etwas mit gelaufen oder hab uns im Wald die Zeit vertrieben.

Längere Strecken laufe ich seit ca. 2005/2006. Da war ich als Wochenendpendler während der Woche in Marburg und habe dort sehr viele Abende im Wald oder in einem der Stadien, die bis spät in die Nacht geöffnet hatten, verbracht. Im Jahr 2006 hab ich den ersten Brockenlauf gemacht, 2007 die erste Harzquerung und im Jahr 2008 dann den Hill50, gefolgt vom Kill50 und damit war mein Schicksal besiegelt 🙂

Was bedeutet für Dich das laufen, was ist Dir wichtig?

Laufen bedeutet für mich Freiheit und Unabhängigkeit. Körperliche Fitness und Seelenheil. Wichtig ist mir der Spaß am Laufen. Ich laufe nur dann, wenn ich Lust habe. Ich laufe ohne Pulsmesser, Trainingsplan und sonstigen Schnickschnack. Ich trage meine Läufe zwar in eine Google-Tabelle ein, aber nur um einen ungefähren Überblick zu haben, wie viel ich gelaufen bin, welche Veranstaltungen ich mitgenommen habe usw. Wer mich kennt weiß, dass ich auch im Augenblick größter körperlicher Qualen immer für einen Witz zu haben und den ganzen Trailrunningzirkus nicht zu ernst nehme. Ich laufe daher auch fast nur bei kleinen Veranstaltungen, z. B. von Michael Neumann oder Helmut Eickermann. Diese Läufe verkörpern für mich den wahren Laufsport.

Was waren bisher Deine sportlicher Höhepunkte?

Hmm, schwierig. Jeder Lauf oder besser jede sportliche Aktivität, bei der man neue Distanzen überwindet, neue Erfahrungen sammelt und neue Menschen kennen lernt.

Kill50, Hexenstieg nonstop, Alpencross per Mountainbike, um ein paar zu nennen…

Deine Ziele und Pläne für die Zukunft?

Im Gegensatz zu vielen anderen Ultraläufern bin ich noch nie mehr als 95 km gelaufen. 100 km und 100 Meilen stehen noch auf meinem Zettel, aber nur, wenn ich Lust habe, und die Gelegenheit passt. Ich wollte diese Distanzen schon einige Male Laufen und war auch fit genug, musste aber aufgrund familiärer Schicksalsschläge oder Verpflichtungen darauf verzichten.

Was machst Du sonst noch so in Deiner Freizeit?

Wie oben schon angedeutet fahre ich gerne Rad, wandere gerne oder vertreibe mir sonst irgendwie die Zeit in der Natur, zu jeder Jahreszeit. Da ich aber eine Familie mit drei Kindern habe, ist die Freizeit stark begrenzt. Ich versuche auch, die Familie mit einzubeziehen, wenn es möglich ist. Manchmal muss Mann aber auch einfach mal alleine raus, um seine Grenzen neu auszuloten oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen.

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